Klinische Studien

Pro Jahr werden im CCC-N mehr als 9.500 Patientinnen und Patienten in klinischen Studien behandelt. Dieses umfassende Angebot ist nicht nur essenziell für die wissenschaftliche Tätigkeit zahlreicher Arbeitsgruppen, sondern bietet auch den Patienten, die im CCC-N behandelt werden, Zugang zu neuen, innovativen Therapieangeboten.
An die Durchführung von klinischen Studien sind umfangreiche Anforderungen gebunden, deshalb werden alle Studien nach internationalen Standards im CCC-N durch eigene Studienzentren an den beiden Standorten unterstützt. Diese Einheiten sind zentrale Koordinierungseinrichtungen für alle klinische Studien mit onkologischen und nicht-onkologischen Indikationen. Die erfahrenen Mitarbeitenden unterstützen bei der Konzeption, Planung, Vorbereitung, Durchführung sowie bei der Erstellung von Publikationen, um klinische Studien qualitätsorientiert und praxisnah durchführen zu können. Sie werden regelmäßig für die Gute Klinische Praxis (GCP: good clinical practice) geschult. Außerdem fungieren die Studienzentren der beiden Standorten als Schnittstelle zu den verschiedenen internen und externen Einrichtungen und verfügen über standardisierte Verfahrensanweisungen (SOP), die stetig an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. SOPs sind wichtige Instrumente des Qualitätsmanagements in klinischen Studien. Sie stellen sicher, dass nach einheitlichen Qualitätsstandards gearbeitet wird.
- Das Studienzentrum UMG ist die zentrale Serviceeinrichtung, die an der UMG die Schnittstelle zu Prüfärzt*innen bildet und die Abläufe rund um klinische Studien unterstützt. Der Fokus des Studienzentrums UMG liegt auf der Unterstützung von IITs, es wird aber auch eine Unterstützung für Auftragsforschungsstudien angeboten. Für frühe klinische Studien gibt es eine Early Clinical Trial Unit (ECTU). Die ECTU ist eine gemeinsame Einrichtung der UMG und des Fraunhofer-Instituts für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP.
- An der MHH unterstützt das Zentrum Klinische Studien (ZKS) bei der Durchführung klinischer Studien. Hier ist eine Einheit für frühe klinische Studien (ECTU) mit 20 Betten fest etabliert. Das Team für klinische Studien besteht aus Ärzten für Forschungsstudien, Studienkoordinatoren, Krankenschwestern und klinische Dokumentaren, die auf die Durchführung früher klinischer Studien und die Beweisführung spezialisiert sind. Das Institut für Biometrie an der MHH unterstützt Sie bei der biometrischen Planung, Durchführung und Auswertung von allen Arten von klinischen Studien und Diagnosestudien und hat einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Arzneimittelstudien.
Klinische Studien sind die Grundlage für den medizinischen Fortschritt im Zeitalter der Präzisionsonkologie. Sie tragen dazu bei, Patient*innen bessere Behandlungsmethoden anbieten zu können und die Nebenwirkungen von Krebsbehandlungen zu verringern. Daher ist das CCC-N bestrebt, die die Durchführung klinischer Studien bestmöglich zu unterstützen und die Studienaktivitäten weiter auszubauen. So können wir unseren Patient*innen moderne und qualitätsgesicherte Behandlungen von morgen ermöglichen.
Personalisierte Behandlung bei Lungenkrebs
Das CCC-N ist Mitglied im nationalen Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs (nNGM). In dem Netzwerk haben sich ausgewählte Zentren zusammengetan, um Patient*innen mit fortgeschrittenem Lungenkrebs den Zugang zu modernster molekularer Diagnostik und innovativen Therapien zu erleichtern. Ziel ist es, eine einheitliche molekulare Testung möglichst aller Patient*innen mit Lungenkrebs in Deutschland anzubieten und so das Überleben sowie die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern. Krankenhäuser und onkologische Praxen können Tumorgewebe an eines der spezialisierten nNGM-Zentren senden. Dort findet eine qualitätsgesicherte molekulare Diagnostik unter Einsatz modernster Gensequenzierungsverfahren statt. Die im nNGM-Verbund generierten Daten sollen gezielt für die weitere Krebsforschung zur Verfügung gestellt werden.
