Forschungsschwerpunkte am CCC-N

Präzisionsonkologie - Neue Therapiechancen gegen Krebs

Um Krebserkrankungen, ihre Ursachen und vor allem neue Behandlungsansätze zu erforschen, arbeiten am CCC-N ausgewiesene Wissenschaftler*innen Hand in Hand. Im CCC-N gibt es bereits eine langjährige internationale Expertise im Bereich Grundlagenforschung und translationaler Forschung. Diese soll es ermöglichen, Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung zu übertragen. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten am CCC-N spiegelt sich in unserem Leitmotiv „Präzision und Sorgfalt in Krebsforschung und -behandlung“ wider. Präzision in der Krebsbehandlung ist vor allem durch eine umfassende individuelle Vorhersage möglich.

Dabei geht es nicht nur darum potentielle Angriffspunkte für Krebsmedikamente zu entdecken, sondern auch molekulare Marker zu finden, die Therapieresistenzen oder auch unerwünschte Nebenwirkungen vorhersehen. Daher befassen sich zahlreiche Projekte und Forschungsaktivitäten mit dem Nachweis und der Ausrichtung auf tumorspezifische Schwachstellen und ihre behandlungsbezogenen Assoziationen sowie mit der Konzentration auf eine bessere Beurteilung und Behandlungsstrategien in der palliativen und psychosozialen Betreuung.

Forschungsprogramme

Die Forschungsaktivitäten am CCC-N sind in fünf Forschungsprogramme unterteilt.

Programm 1: Genomdynamik und Immunregulation bei Behandlungsresistenz

Ein zentraler Aspekt der Forschungsaktivitäten ist es, ein besseres molekulares Verständnis von Resistenzen zu bekommen und therapeutische Strategien zur Überwindung dieser Resistenzen zu entwickeln. Aus diesem Grund haben beide Standorte ihre Forschungsaktivitäten zu Genomdynamik, Immunregulation und Therapieresistenz in einen übergreifenden Forschungsschwerpunkt mit hohem Translationspotential und klinischer Perspektive gebündelt. Das besondere Interesse in diesem Projekt gilt der veränderten Genomdynamik und ihren Auswirkungen auf die Umgebung des Tumors sowie die Therapieresistenz sowohl bei soliden als auch bei nicht soliden Tumoren.

Programm 2: Stratifikationsbasierte Therapie und Vorhersage unerwünschter Nebenwirkungen bei soliden und nicht soliden Tumoren

Die Identifizierung und Charakterisierung molekularer Tumoruntergruppen auf molekularer Basis ermöglicht auf diese Marker ausgerichtete (stratifikationsbasierte) Therapien und die Vorhersage unerwünschter Nebenwirkungen. Die diesbezügliche Forschung kombiniert das Verständnis genetischer und zellulärer Vorgänge in den Krebszellen mit der Entwicklung darauf ausgerichteter Therapieansätze und Reduktion von Nebenwirkungen. Dies ist eng mit Immuntherapien verknüpft und wird neben verschiedenen hämatologischen Krebsformen inzwischen auch bei Patientinnen und Patienten mit soliden Tumoren erfolgreich entwickelt und in Studien geprüft.

Programm 3: Infektion und Krebs

So genannte okogene Viren können Auslöser für Krebserkrankungen sein.  Der Forschungsschwerpunkt untersucht die Krebsentstehung durch Virushepatitis sowie die Molekular- und Zellbiologie des Kaposi-Sarkom-assoziierten Herpesvirus (KSHV) / Human-Herpesvirus 8 (HHV8), die Plasmazellvariante der multizentrischen Castleman-Krankheit (MCD) und das primäre Effusionslymphoms (PEL).

Programm 4: Versorgungsforschung, palliative und psychosoziale Forschung

Die Forschungsprogramme zur palliativen und psychosozialen Versorgung sind durch zahlreiche berufsgruppenübergreifende Projekte gekennzeichnet. Die Projekte befassen sich mit der Optimierung von Versorgungsprozessen, ethisch-normative Fragen, wirtschaftlichen Aspekte und Versorgungsforschung.  Hierbei steht die Lebensqualität von Patienten besonders im Fokus der einzelnen Projekte. Die Forschungsthemen beziehen sich u.a. auf:

  • psychoonkologische (z.B. Bedarf und Intervention)
  • Palliativversorgung (z.B. Entscheidungshilfen, Kommunikation, berufliche Einstellungen)
  • Rehabilitation (Akzeptanzbarrieren, berufliche Wiedereingliederung)
  • Pflegeforschung (z. B. interprofessionelle Versorgung)
  • Komplementärmedizin.

Programm 5: Bildgebung und bildgestützte Interventionen in der Onkologie

Das CCC-N verfügt über umfassende wissenschaftliche Expertise in verschiedenen Aspekten der Bildgebung, bildgeführter Therapie und Radionuklidtherapie.  Der Schwerpunkt der präklinischen Krebsforschung liegt auf bildgebenden und therapeutischen Ansätzen mit neuartigen molekularen und nanopartikelbasierten Sonden. Die klinischen Studien konzentrieren sich auf den Einsatz der Bildgebung zur Steuerung von interventionellen Behandlungen (Operationen, ablative Verfahren, Rekonstruktionen) und beim Screening.

Nachwuchsprogramme

Junge Wissenschaftler*innen unterstützt das CCC-N im Rahmen der OnkoAkademie in speziellen Nachwuchsprogrammen. Für den Bereich Palliativmedizin spielt die von der Deutschen Krebshilfe geförderte Mildred-Scheel-Akademie der UMG eine tragende Rolle. Außerdem gibt es an beiden Standorten zahlreiche Forschungsprojekte junger Nachwuchswuchswissenschaftler, die besonders honoriert werden. Dazu gehört beispielsweise das Max-Eder-Nachwuchsgruppenprogramm, welches von der Deutschen Krebshilfe finanziert wird.

Bei allen Forschungsprojekten arbeitet das CCC-N beispielsweise eng mit der Biobank, der Pathologie und dem Studienzentrum zusammen. Darüber hinaus ist das CCC-N an zahlreichen nationalen und internationalen Verbundprojekten beteiligt. Außerdem bietet das CCC-N neuartige und innovative Therapiekonzepte im Rahmen von Klinischen Studien bei verschiedenen Krebserkrankungen an.

Zu den Forschungsprojekten - und gruppen an den Standorten